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Bericht für eine Akademie

von Franz Kafka

 
 

Inhalt

" Sie erweisen mir die Ehre, mich aufzufordern, der Akademie einen Bericht über mein äffisches Vorleben einzureichen…“ so beginnt Franz Kafkas, erstmals 1917  in der Zeitschrift Jude erschienene Erzählung BERICHT FÜR EINE AKADEMIE.

Dankbar und geehrt fühlt sich der frühere Affe Rotpeter vor einer unbenannten Akademie einen Bericht über sein äffisches Vorleben einreichen zu dürfen. Nicht ohne Stolz und mit dem Wissen auf seinem Gebiet der Menschwerdung innerhalb der letzten fünf Jahre einen einzigartigen Weg gegangen zu sein, berichtet er, wie er auf einer Jagdexpedition mit zwei Schüssen niedergestreckt wurde. Nach seiner Verschiffung eignete er sich die Durchschnittsbildung eines Europäers an, lernte sich einzugliedern, um einem Leben in einem Käfig zu umgehen. Sein von Beginn an unauffälliges Verhalten ebnete Ihm den Weg Zugang zu den Menschen und Ihrer Welt zu bekommen. Sei es, dass er sich gegen eine Flucht vor Ihnen entschied, das er den menschlichen Handschlag als Offenheit empfand und nachahmte, dass er sich quälend Alkohol annähert, um menschliche Rituale der Kommunikation einzugehen, …

Weiter berichtend, arbeitete er sich hoch in den Augen anderer Menschen um nun selbst in den Wissenschaftsdiskurs einzutreten und Autorität und Beachtung durch Einzigartigkeit zu erlangen:

Es gibt niemand anderen, der über eine derartige Entwicklung berichten könnte und somit seinen Zuhörern auch einen Spiegel vorhält, auch wie er geschickt bestimmte menschliche Mechanismen erkannt und sie zu einem Vorteil nutzte.

Welchen Ritualen einer fremden Gesellschaft unterwirft man sich wenn man sich einbringen, integrieren will. Unterwirft man sich gleich? Und wenn ja wo liegen Grenzen? Könnte man diese überhaupt ignorieren und wo sollte man sich treu bleiben….

Diese und mehr Aspekt wollen die Evangelischen Erwachsenbildung nördlicher Schwarzwald und das Regionentheaters aus dem schwarzen Wald in einer ersten Kooperation zunächst in einer szenischen Darbietung des Kafkaischen Textes beleuchten um dann in einer anschließenden Diskussion mit dem Publikum dessen Interpretationen, Assoziationen und Gedanken zu erfahren .

in Kooperation mit der Evangelische Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald

Fotos

Team

Spiel: David Köhne

Regie: Andreas Jendrusch
Produktionsleitung: Birgit Heintel
Licht- und Tontechnik: Max Schweizer
Andreas Jendrusch

Andreas Jendrusch - geschäftsführender Intendant, Regie

studierte von 1998 - 2003 in Bremen und Freiburg Schauspiel. Engagements führten ihn u. a. an das Nationaltheater Mannheim, das Hans-Otto-Theater Potsdam, das Zimmertheater Rottweil und die Kaserne in Basel. Ab der Spielzeit 2007/2008 war er für fünf Jahre festes Ensemblemitglied an der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie GmbH, dem ältesten Stadttheater Deutschlands. Danach folgten Engagements am Societätstheater und der Comödie in Dresden und der Landesbühne Radebeul. Momentan ist er regelmäßig Gast am Stadttheater Aalen. In dem ARD -Zweiteiler „Der Turm“ stand er zuletzt vor der Kamera. 2014 hat er das Regionentheater aus dem schwarzen Wald gegründet. Seitdem ist er vornehmlich auf die Regieseite gewechselt und hat u.a. Stücke wie "Die Abenteuer des Tom Sawyer", "Kleine Eheverbrechen", "Aus dem Staub" und "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" inszeniert und bearbeitet. Ausführlichere Informationen zu seiner Person erhalten Sie auf seiner Internetseite: www.andreasjendrusch.de.

Birgit Heintel

Birgit Heintel - Organisation, Spiel

studierte Schauspiel an der Reduta - Schauspielschule für Theater und Film, Berlin. Engagements an verschiedenen Bühnen in Berlin, an der Neuen Werkbühne München und am Zimmertheater Rottweil. Dort bekam sie 2006 den Kulturpreis der Stadt Rottweil für ihre schauspielerische Leistung während ihres mehrjährigen Engagements verliehen. Neben ihrer Arbeit als freie Schauspielerin arbeitet sie auch als Regisseurin, zum Beispiel mit der Christophorus Kantorei Altensteig: 2015 "Elias - szenisch", 2013 "West Side Story", 2009 "Carmen". Sie gibt Schauspielunterricht, arbeitet theaterpädagogisch mit Menschen mit Behinderung und gibt Workshops an Jugendkunstschulen, Schulen und privat.

Max Schweizer - Technik, Organisation, Büro

In Simmersfeld aufgewachsen und Mitglied der Kulturwerkstatt Simmersfeld e.V.. Nach einer Ausbildung zum Heilerziehungspfleger und verschiedenen Praktika in verschiedenen kulturellen Instutitionen z.B. im Kulturhaus Osterfeld in Pforzheim. Seit 2011 ist er federführend im Bereich der Technik bei den Simmersfelder Sommertheatern tätig. Er ist Mitbegründer und Technischer Leiter des action mond und sterne Festivals.
Im Regionentheater ist er zum einen als unterstützendes Multitalent in der Alltagsorganisation rund um Bürotätigkeiten verantwortlich und zum anderen organisiert er sämtliche technischen Abläufe.

David Köhne - Schauspiel

besuchte von 1999 - 2003 die Freiburger Schauspielschule. Es folgten Engagements unter anderem am Freiburger Wallgraben Theater und für die Musikhochschule Hanns Eisler mit der Deutschen Oper Berlin.  2007 begründete er das Theater "Harrys Depot" in Freiburg mit. Längerfristig spielte er im Förnbacher Theater in Basel. Neben der Schauspielerei ist er als Musiker für verschiedene Theater- und Kunstfilm-Produktionen tätig. Zudem hat er die künstlerische Leitung der Allemanischen Bühne in Freiburg übernommen. Am Regionentheater spielt er in "Die Abenteuer des Tom Sawyer", "Kleine Eheverbrechen", "Das Wirtshaus im Spessart", "Der Zauberspiegel" und "Der Name der Rose". 2019 wird er in der Neuinszenierung "Bericht für eine Akademie" in Kooperation mit der Evangelische Erwachsenenbildung nördlicher Schwarzwald zu sehen sein.

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Pressemitteilungen

Datum Titel und Quelle Download
13.02.2019
 
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